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„Die Eiserne Lady“ - Filmpremiere

 

von mira

14. Februar 2012 - 9:51 - 29. Februar 2012 - 9:51
 

copyright © Concorde Filmverleigh Gmbh

Mira Salska-Bünsch

„Die Eiserne Lady“
Meryl Streep nicht nur spielt die Rolle der Margaret Thatcher, sie identifiziert sich mit ihr. Sie ist Margaret Thatcher und für diese Rolle wurde sie für den Golden Globe nominiert – ihre fünfundzwanzigste Nominierung und sie ist auf der 62 Berlinale mit einem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk geehrt.  Sie stellt die ehemalige Regierungschefin Großbritanniens über einen Zeitraum von vierzig Jahren dar.
Der Film „Die Eiserne Lady“(Regie - Phyllida Law) ist herausragend   komponiert. Szenen aus der Einbildungskraft der alten, demenzkranken Margaret Thatcher mischen sich mit ihren Erinnerungen an ihre ersten Kämpfe im Parlament.  Wir beobachten die Verwandlung ihres Erscheinungsbildes als Premierministerin von frühen Auseinandersetzungen im Parlament bis hin zu einem autokratischen Regierungsstil in der Spätzeit ihrer Regierung.  Auch in ihrem privaten Leben, als Mutter und Frau war sie ungewöhnlich. Die Gründe dafür liegen in ihrer Geschichte, ihrer Erziehung.

Ihr Vater – Mitglied des Stadtrates und der Konservativen Partei (Tory) -  war ihr Mentor und hat sie geleitet. Paradoxerweise er hat sie in der Rolle einer selbstbewussten Frau unterstützt, hat ihr politisches Bewusstsein erweckt. Sie fühlte sich nicht mehr verdammt nur zu der Rolle der Mutter und Frau in der Küche. Doch am Ende ihres Lebens entsteht immer wieder die Frage, ob sie eine gute Mutter war. Ihr Mann - Denis Thatcher hat sie in diesem Lebensstil unterstützt, er hat sich um die Kinder gekümmert.  Sie hat über ihn gesagt „er war immer anwesend, doch niemals wirklich da.“ Als erfolgreicher Geschäftsmann war er selbstsicher als Gatte der Premierministerin und auch als Vater. Auch nach seinem Tod ist er bei ihr präsent, in ihren Vorstellungen.  

Der Film verfolgt das politische Leben Margaret Thatcher in wichtigen Momenten – von ersten radikalen Sparbeschlüssen ihrer Wirtschaftspolitik an, die Streiks, Demonstrationen verursacht haben. Großbritannien hat in dieser Zeit der Terror der IRA und auch der Falkland Krieg hart getroffen. Diese trübe Periode ihrer Amtszeit verwandelt sich später in ihren Triumph.
Und trotzdem ist Margaret Thatcher am Ende wie jeder von uns. Sie ist eine alte, verwirrte Dame, konfrontiert mit der essentiellen Problematik von Einsamkeit, Alter und Sterben.
Wie schreibt es die Drehbuchautorin Abi Morgan: „Das Schlüsselthema ist … der Weg zur Macht und der Versuch der Versöhnung, nachdem sie die Macht verloren hat, da sie von der eigenen Partei gestürzt worden ist. (…). Eine öffentliche Persönlichkeit wie Margaret Thatcher wird zur Ikone und ihr Leben als eines der führenden Regierungsoberhäupter dieser Welt basierte auf dermaßen  hohem Einsatz, dass die Tatsache, wir werden am Ende trotzdem alle sterben müssen und zur Staub zerfallen, einen großartigen universalen Aspekt liefert. Es hat etwas Faszinierendes, jemanden zu sehen, der quasi aus dem Nichts kommt, der beruflich das Maximum erreicht und am Ende doch wie jeder andere Mensch ist: sie ist sterblich und verblasst langsam“.

 

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