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„Mein liebster Albtraum“
Dieser Film zeigt eine nachhaltige Komödie von Anne Fontaine über ein Paar, das nicht zusammenpasst. Es scheint, die beiden Persönlichkeiten trennt alles und trotzdem öffnen sie sich einander nach einigen, gemeinsamen Erfahrungen und komischen Situationen.
Die Authentizität kommt von zwei exzellenter Darstellern: Isabelle Huppert (Agathe) und Benoit Poelvoorde (Patrick), deren Schauspiel selbst schon ins Kino einladen kann.
Am besten beschreibt Isabelle Huppert selbst den Inhalt des Filmes: “Agathe ist dem Anschein nach fest in ihrer sozialen Stellung verwurzelt. Sie arbeitet in der Kunstszene und wirkt selbstsicher in jeder Situation. Sie ist gut organisiert und hyperaktiv. (…)Sie hat sich mit einer langjährigen Beziehung abgefunden, in der die Partner einander nichts mehr zu sagen haben. In allem, was sie tut, steckt eine bestimmte Logik, aber sie bleibt uns doch ein Rätsel. Sie hat eine Fassade aufgebaut, die nur darauf wartet zusammenzubrechen.“ Dann kommt Patrick, der frivol ist, spontan, selbstlos lachen kann und sich verhält nach seinem Instinkt, er ist sehr impulsiv und hat noch viele andere Eigenschaften, die Agatha fehlen.
Sie dagegen zeigt vielfältigen Facetten, sie ist mondän und kann gleichzeitig lachen wie ein kleines Kind, sie genießt snobistische, intellektuelle Debatten, er aber fragt direkt „Wie viele Schubladen braucht Madame für ihre Höschen?“ Sie erscheint uns zart, wie ein zerbrechlicher Vogel, während er sich in vollbusigen Damen verliebt.
Isabelle Huppert hat nach der Titelrolle in dem Film „Die Klavierspielerin“(2001), dem bisherigen Höhenpunkt ihrer Schauspielkunst, in „Mein liebster Alptraum“ etwas Neues vorgestellt: eine Komödie. Für die, die ihr Talent mögen, ist der Film wie ein Konzert auf vielen Instrumenten, in dem die Hauptdarstellerin sich ständig verwandelt.
Dieser Streifen selbst ist aufregend, ein Zusammenprall von Gegensätzen, verschiedenen Klischees, mit einer Geschichte, die vielleicht jedem passieren kann.
„Mein liebster Alptraum“, ein Film von Anne Fontaine, deutscher Kinostart am 12. Januar 2012.
Mira Salska-Bünsch